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VORANKÜNDIGUNG 2009
Indianer Inuit: Das Nordamerika Filmfestival 2009
Stuttgart, 18. bis 22. März 2009
FEEDBACK 2007
Rückblick
von Dr. Sonja Schierle
Hier finden Sie eine überarbeitete Version des Festival-Rückblicks
von Dr. Sonja Schierle mit sehr schönen Fotos als pdf
zum downloaden (980 kb)
Bilder vom Indianer Inuit: North American Native Film Festival 2007 in
Stuttgart.
Presse Rückblick / Press Review
taz – die tageszeitung, 7. März 2007
Oft sind sie Opfer von klischeehaften Rollenzuschreibungen im Film: Indianer
und Inuit treten im Mainstreamkino vielfach als Trunkenbolde oder Underdogs
auf. Das indianer inuit Film Festival in Stuttgart hingegen zeigt eigene
Produktionen der Ureinwohner Nordamerikas als Regisseure, Drehbuchautoren
und Schauspieler...
Accents magazine – The English Language Journal for Baden-Württemberg,
May / June 2007
After three hundred years of violent dislocation, the North American Indian
and Inuit populations fell from between 12-19 million to 250,000. By the
middle of the 20th Century many indigenous peoples had been either written
of as “savages” or romanticized as nobles. Cultural icons
were reduced to the level of fancy dress for kids. Hollywood images had
placed Native Americans into a nostalgic past with neither a present for
future. “Most so-called indian movies are based on stereotypes and
prejudice”, says Gunter Lange. “Even today, many such films
are in denial of historical accuracy and ignore many injustices. This
festival does away with such folly.”
Stuttgarter Zeitung, 21. März 2007
Das alte Hollywoodbild vom Indianer als blutrünstigem Wilden wird
hier zwar allenfalls zornig oder ironisch zitiert, das heißt aber
nicht, dass die Filme und Serienteile, von denen viele für´
s Fernsehen entstanden, ein ungeschminktes Bild der vielfältigen
indianischen Gegenwart zeigen. Indianische Filmemacher stehen unter Druck:
Sie sollen dass Selbstwertgefühl der oft angefeindeten Native Americans
steigern, Gemeinschaftswerte wahren helfen, Vorurteile abbauen...
THE ABORIGINAL WING MAGAZINE, Winter 2007
GERMANY: Indian Film Festival – The first and, to-date only film
festival of it´ s kind in Europe. The festival strives to promote
understanding between various peoples through cultural dialogue…
In addition to experiencing the art of cinematography, the public is offered
the opportunity to meet with indigenous filmmakers and engage them in
dialogue. Another important facet of the festival lies in the encounter
with youth and pedagogues. Films, discussions and personal interaction…
UNICEF
Stuttgart, März/April 2007
Die Schauspielerin Tantoo Cardianal, die seit über drei Jahrzehnten
erfolgreich im Filmgeschäft tätig ist und die viele aus dem
Film „Der mit dem Wolf tanzt“ kennen, übernahm für
das Festival die Rolle der „UNICEF-Repräsentantin“. Während
der Schulvorführungen am Morgen sprach sie über die gezeigten
Filme und beantwortete viele Fragen. Neben Fragen wie „wo wurde
der Film gedreht?“ wie kommt es, dass sie in dem Film graue Haare
hatte?“, interessierten sich die SchülerInnen von der ersten
bis zur achten Klasse dafür, wie sie als Indianerin (bzw. Métis)
aufgewachsen ist und warum sie Schauspielerin geworden ist...UNICEF hat
das Filmfestival unterstützt, weil die Geschichte der indigenen Bevölkerung
Nordamerikas deutlich macht, wie wichtig und wie schützenswert das
Recht von Menschen – insbesondere von Kindern – auf eine eigene
Kultur und Identität ist.
Stuttgarter Nachrichten, 21. März 2007-06-12
Die Indianer mögen Stuttgart. Federschmuck und Friedenspfeife werden
die Indianer wohl nicht bei sich führen, die sich von heute an bis
zum 25. März beim zweiten Nordamerika-Filmfestival im Stuttgarter
Filmhaus KOKI die Klinke in die Hand geben...Um die Dekonstruktion von
Klischees geht es denn auch in den meisten der rund 38 Kurz-, Spiel- und
Dokumentarfilme von „Native Americans“ und Inuit, die im KOKI
zu sehen sind...
NATIVE PEOPLES MAGAZINE, March / April 07
Cross the Big Water to the second North American Native Film Festival,
March 21-25 in Stuttgart, Germany. Special guests will include Tantoo
Cardinal, Michael Smith, Adam Beach, Gregory Coyes, Nakotah LaRance, Lila
Downs and Joy Harjo. At the same time, the Linden-Museum of Stuttgart
will host an exhibition of jewelry by Steve Wikviya LaRance (Hopi) and
Marian Denipah (Navajo/Tewa), which continues through April 22…
Homepage des Amerikanischen Generalkonsulats in Frankfurt/Main,
März 2007
Das zweite Nordamerika Filmfestival wurde am 21.3. vor vollem Haus eröffnet.
Es wird vom Deutsch-Amerikanischen Institut Stuttgart mit der Unterstützung
der diplomatischen Vertretung der USA in Deutschland und zahlreichen lokalen
Sponsoren durchgeführt und ist das einzige seiner Art in Europa,
das den Fokus auf die filmischen Talente der indianischen Ureinwohner
Nordamerikas legt. In seinem Grußwort betonte Scott Rauland, der
Leiter der Presse- und Kulturabteilung im US-Generalkonsulat Frankfurt,
dass er hoffe, dass bei vielen der Anwesenden vielleicht das Interesse
an einer USA-Reise geweckt würde, um die in den Filmen gezeigten
Menschen und Regionen zu besuchen.
Homepage Native Vue, 26. Februar 2007
Indianer Inuit is a film festival that crosses cultures and crosses continents,
leaving behind the one-dimensional images and prejudices and challenging
the romantic notion of the “Hollywood Indian”
Europe´ s been fed for generations…
Interview: Coffee with Tantoo Cardinal, March 29, 2007 (by John
Blackbird)
“Someday the dominant society is going to need us, and we` ll be
ready. Right now as we speak, she pauses, and then continues as if thinking
of someone, our communities are over-flowing with talented and inspirited
artists. The dominant society is missing out.”
SPUREN – Schweizer Magazin für neues Bewusstsein,
Nr. 82 / Winter 2006
Ein paar tausend Kilometer östlich von San Francisco findet zum zweiten
Mal „indianer inuit: Das Nordamerika Filmfestival statt, das unter
der Schirmherrschaft des AIFI steht. Vom 21.-25. März 2007 werden
in Stuttgart einem interessierten Publikum Filme einer jungen indigenen
Generation gezeigt, die aus ihrer persönlichen Perspektive den gelebten
Zwiespalt zwischen Tradition und Moderne näher bringt. Das in Europa
einzigartige Festival versteht sich auch als Form der Völkerverständigung
und des Kulturdialogs...
BJF-Magazin
(Bundesverband Jugend und Film e.V.), 1/2007
„indianer inuit: Das Nordamerika Filmfestival“ versteht sich
als Forum des interkulturellen Dialogs. Ausgewählte Produktionen
indigener Filmschaffender Nordamerikas werden thematisch begleitet von
einer bunten Reihe kultureller Veranstaltungen
Amtsblatt Stuttgart Nr. 11, 15. März 2007
Bereits am Dienstag, 20. März, wird im Linden-Museum um 18.30 Uhr
die Ausstellung „Moderne Reisende auf überlieferten Pfaden“
eröffnet. Anschließend tanzt der 16-Jährige Schauspieler
und Hoop-Tanz Junior-Weltmeister, Nakotah LaRance. Der zum Volk der Hopi
zählende LaRance präsentiert unter dem Motto „Den Kreis
des Lebens gestalten“ sein ganzes tänzerisches Können...
Nord-Rundschau, 24. März 2007
Exotischer Besuch aus Arizona hatte sich im Solitude-Gymnasium angesagt.
Der 16-Jährige Hopi-Indianer Nakotah LaRance und sein Vater Steve
Wikviya LaRance, waren als Kulturbotschafter angereist, um den Schülern
im Rahmen des Lehrplanthemas „Indianer“ Einblick in die Traditionen
und Lebensweise ihres Stammes zu geben...Eine weitere Frage der SchülerInnen
war die nach der Religion der Hopi. „Unsere Religion ist sehr eng
mit der Natur verbunden“, erläuterte Steve LaRance. Ein wichtiger
Inhalt dieser Religion sei es mit der Erde respektvoll umzugehen. „Wir
sollten uns alle bemühen, umweltbewusst zu handeln und recyclebare
Produkte zu verwenden, damit Mutter Erde noch lange erhalten bleibt...
Schwäbisches Tagblatt online, März 2007
Die meisten der so genannten „Indianerfilme“ leben vom Klischee
und von Vorurteilen gegenüber den amerikanischen Ureinwohnern. Die
geschichtliche Wirklichkeit mit ihren Ungerechtigkeiten wird bis heute
gerne verdrängt und durch romantische Projektionen ersetzt. Das Stuttgarter
Festival will damit aufräumen und zeigt Filme der jungen indigenen
Filmgeneration, die den Zwiespalt zwischen Tradition und moderne vermitteln
möchte...
Interkultur Stuttgart – Begegnung der Kulturen 03/07
Aus einem Interview mit der Schauspielerin Tantoo Cardinal: „Ich
denke, dass wir als SchauspielerInnen den Mut aufbringen sollten, Einfluss
auf Rollen und Darstellung zu nehmen, um stereotype Verhaltensmuster und
fest zementierte Strukturen zu ändern. Das ist harte Arbeit und kein
einfacher Weg; aber es hilft, die Wahrheit über uns als First Nations
herauszufinden. Wir dürfen den indianischen Holocaust nicht mehr
verschleiert lassen und können es auch nicht mehr hinnehmen, dass
wir monotone und einseitige Charakterrollen spielen. Ich bin es leid,
diese stereotypen Rollen von indianischen Frauen darzustellen, die einsilbig
sprechen...
New Native Spirit, April 2007
Überhaupt war Gunter Lange, der für die künstlerische Leitung
des Festivals verantwortlich war, sehr zufrieden mit dem Anklang, den
das Festival fand, obwohl es erst zum zweiten Mal in Deutschland durchgeführt
worden war.
Sonnendeck – Stuttgarter Kunstnotizen, April 2007
Betrifft die Ausstellung „Moderne Reisende auf überlieferten
Pfaden – Indianische Kunst aus dem Südwesten“ im Linden-Museum:
Seit einigen Jahren geistert der Begriff „Glokalisierung“
durch die Medien. Gemeint ist damit, dass die Globalisierung nicht nur
die Durchsetzung und Konsolidierung des kapitalistischen Weltsystems ist,
sondern in einem sehr viel komplexeren Prozess auch lokale und regionale
Reaktionen hervorruft. Man beruft sich wieder auf Traditionen und lokale
Besonderheiten – gerade angesichts der globalen kulturellen „McDonaldization“...
Kameramann 3 / 2007
Das Nordamerika-Festival widmet sich in seiner zweiten Ausgabe vom 21.-25.
März im Kommunalen Kino Stuttgart unter dem Motto „Indigenous
Voices“ der Völkerverständigung und dem Kulturdialog.
Dabei wird ein besonderer Schwerpunkt auf das indigene Filmschaffen indigener
Frauen gerichtet, von denen über die Hälfte der Beiträge
stammt...
Magazin für Amerikanistik, heft 4 / 4. Quartal 2006
Das „Montreal First Peoples Festival“ hat sich in Kanada als
eines der wichtigsten Cineastischen Events etabliert. In Europa macht
„Das Nordamerika Filmfestival von sich reden. Wer sich für
indianische Filme interessiert und nicht im Juni 2007 zum Festival in
die Provinz Quebec fliegen kann, bekommt im kommenden März die Chance,
sich einige herausragende Produktionen in Stuttgart anzusehen.
COYOTE – Indianische Gegenwart Nr. 73, Frühjahr 2007
Gunter Lange, künstlerischer Leiter des Festivals, bedankte sich
vor allem bei Mike Smith, dem Präsidenten des AIFI, ohne dessen Anregung
und Zusammenarbeit das Festival nicht möglich gewesen wäre...Mit
dem Filmfest ist es den Organisatoren gelungen, nicht nur die Vielfalt
des indigenen Lebens und Filmschaffens überzeugend zu präsentieren,
sondern vor allem dem eigenen Motto gerecht zu werden: den Indigenen eine
Stimme zu geben, die gehört wird. Bleibt für die Zukunft alles
Gute und vor allem eine Fortsetzung zu wünschen.
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