INDIANER INUIT: DAS NORDAMERIKA FILMFESTIVAL Medienkunst, Kultur-Events
FILMFESTIVAL · GUNTER LANGE  
 
  INDIANER INUIT: DAS NORDAMERIKA FILMFESTIVAL
18.-28. November 2004 in Stuttgart und Zürich
 
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INDIANER INUIT: DAS NORDAMERIKA FILM FESTIVAL
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Gunter Lange und der indianische Künstler Jim Poitras präsentieren
am Sonntag, den 3. April 2005 von 11.00-13.00 Uhr ein

Best Of Indianer Inuit: Das Nordamerika Filmfestival 2004

Die Präsentation ist eine Vhs-Veranstaltung und findet im Picard-Saal des Konstanzer Kulturzentrums statt.

Where the Spirit LivesUnter der Schirmherrschaft der UNESCO und des American Indian Film Institute in San Francisco sowie in Kooperation mit vielen Organisationen in Deutschland und der Schweiz, veranstaltete Gunter Lange, als künstlerischer Leiter, im November 2004 das Filmfestival Indianer Inuit.

Die Veranstaltung wurde von indianischen Filmschaffenden aus den USA und Kanada besucht und war die erste ihrer Art in Europa. Mit insgesamt ca. 3000 Besuchern in Stuttgart und Zürich, konnten die Veranstalter damit einen großen Erfolg verbuchen. Gunter Lange wird im Rahmen seines Filmvortrags Ausschnitte verschiedener indianischer Filme präsentieren, die im Rahmen des Filmfestivals in Stuttgart und Zürich gezeigt wurden.

So u. a. den Kurzspielfilm Dreamer, der in einem rasanten Querschnitt dem Zuseher die Weltgeschichte in 12 Minuten vor Augen führt. In einem Traum wird einem Indianer die alarmierende Zukunft von Mutter Erde gedeutet. Nach seinem abrupten Erwachen befragt er den Großen Geist, ob seine Vision eintreffen wird, worauf dieser mit einem Tanz, als Symbol lebendiger indianischer Tradition auf die Stärke der indianischen Völker verweist und zur Sorgfalt im Umgang mit unserem bedrohten Planeten mahnt.

Der kanadische Spielfilm Wo ich zu Hause bin (Where the Spirit Lives), behandelt das Thema der Missionsschulen. Im Jahre 1937 werden aus einem Indianerreservat Kinder auf brutalste Weise verschleppt, um sie in den sogenannten „Residential“- bzw. „Boarding Schools“, zu assimilieren und christlich zu erziehen. Unter den Kindern befinden sich Komi und ihr jüngerer Bruder Pita. Die verheerende Mischung aus Misshandlung, Intoleranz und völliger Vereinsamung wirkt bis heute nach. Die Ureinwohner können vergeben, aber nicht vergessen.

Jim Poitras (Foto: Rüdiger Schulze)Unterstützt wird Gunter Lange von dem indianischen Künstler Jim Poitras (Hehaka-To-Hoksina – Elk Blue Boy). 1952 in der kanadischen Provinz Saskatchewan geboren, war Jim Poitras selbst ein Schüler der beschriebenen Missionschulen. Der Verlust seiner kulturellen Identität bescherte ihm eine Drogenkarriere, die er aber u.a. durch seine künstlerischen Aktivitäten zu heilen vermochte. Jim Poitras ist Maler, Tänzer, Geschichtenerzähler und interkultureller Lehrer.

Seine Kunstwerke sind in vielen Ländern dieser Erde ausgestellt und zu bewundern so u. a. im Canadian Museum of Civilization; Hull, Quebec; University of British Columbia Longhouse, Vancouver, B.C.; Akta Lakota Museum, South Dakota, USA; Linden Museum, Stuttgart; Slag bij Heiligerle, Niederlande und Kunstmusee & Gallery, Astley, Schweden. Jim Poitras wird einige seiner Werke mitbringen. Mehr über den indianischen Künstler bei: www.jim-poitras.com.

Die Handlung der meisten „Indianerfilme“ lebt von Klischees und Vorurteilen gegenüber den amerikanischen Ureinwohnern. Die geschichtliche Wirklichkeit wird bis heute gerne verdrängt, da man nicht an die Ungerechtigkeiten gegenüber den Indianervölkern erinnert werden will. Hollywood arbeitet bis heute am Mythos vom harten, aber gerechten Pionier, der sich und sein Land gegen die Bedrohung durch die Natur und die wilden Indianer verteidigen muss.

Floyd Red Crow Westerman, einer der bekanntesten Indianer-Darsteller (u.a. Der mit dem Wolf tanzt) meint dazu: „Früher, als wir noch klein waren, brauchten wir Geschichten um einschlafen zu können. Heute brauchen wir Geschichten um aufzuwachen.“

Bereits um 10.30 Uhr beginnt die Veranstaltung mit einem leckeren Frühstück , zu dem alle Interessierten eingeladen sind.
Gunter Lange

Fotos
1. Ausschnitt aus dem Film "Where the Spirit Lives"
2. Jim Poitras (Foto: Rüdiger Schulze)

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