INDIANER INUIT: DAS NORDAMERIKA FILM FESTIVAL Medienkunst, Kultur-Events
FILMFESTIVAL · GUNTER LANGE  
 
  INDIANER INUIT: DAS NORDAMERIKA FILMFESTIVAL [2]
Stuttgart, 21. bis 25. März 2007
 
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INDIANER INUIT: DAS NORDAMERIKA FILM FESTIVAL
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Prominente Gäste 2007

Auf der Gästeliste von INDIANER INUIT: DAS NORDAMERIKA FILMFESTIVAL [2]
stehen prominente indigene Filmschaffende, die aufgrund ihrer herausragenden Leistungen international hohes Ansehen erlangt haben und mit bedeutenden Preisen ausgezeichnet wurden.

Zu allen Gästen bestehen bereits persönliche Kontakte, und alle haben
ihre Bereitschaft bekundet, am Festival in Deutschland mitzuwirken und zu dessen Erfolg beizutragen.


Tantoo Cardinal (Cree, Métis), geboren im Juli 1950 in Fort McMurray, Alberta, Kanada, wirkte in mehr als fünfzig Film- und Fernsehproduktionen mit. Im März 2006 wurde ihr der "Sun Hill Award" des renommierten Harvard-Film-Archivs überreicht.

Michael Smith (Lakota), Gründer und Präsident des American Indian Film Institute und Festival in San Francisco, organisiert mit seinem Team seit nunmehr 31 Jahren das größte und wichtigste indianische Filmfestival in Nordamerika. Er wuchs auf in der Fort Peck Indian Reservation in Montana und war einer der Aktivisten, die Ende der 1960er Jahre die Gefängnisinsel Alcatraz besetzten.

Die klischeehafte Darstellung der Indianer in Hollywood-Produktionen war Michael Smith seit jeher ein Dorn im Auge. 1975 wurden mit führenden Vertretern verschiedener Stämme Maßnahmen gegen die einseitigen und rassistischen Darstellungsformen in den Medien beschlossen, die u.a. zur Gründung des American Indian Film Festival (AIFF) führten.

Adam Beach (Ojibway) stammt aus Manitoba, Kanada und hatte seinen Durchbruch als Schauspieler mit "Smoke Signals", in dem er eine Hauptrolle spielte. 2001 engagierte ihn der international renommierte Regisseur John Woo für das Kriegsdrama "Windtalkers", in dem Adam Beach neben dem Star-Schauspieler Nicholas Cage als Navajo Code-Talker auftritt. Der talentierte Schauspieler bereitete sich intensiv auf diese Rolle vor und nahm sechs Monate lang Unterricht in der Navajo-Sprache.

Neben der darstellenden Kunst widmet er sich heute mit großem Engagement und in vorbildhafter Weise sozial benachteiligten indianischen Kindern und Jugendlichen.

Joy Harjo (Muskogee) wurde 1951 in Tulsa, Oklahoma, geboren und wandte sich nach ihrem Studium der Kunst- und Theaterwissenschaft am Institute of American Indian Arts in Santa Fe, New Mexico, verstärkt dem Medium Film zu, lernte Saxophon spielen und begann erste lyrische Texte zu schreiben. Als engagierte Künstlerin und Aktivistin ebnete sie den Weg für indianische Literatur und Poesie und setzte sich bis heute insbesondere für die Rechte indigener Frauen ein.

2005 schrieb sie das Drehbuch für den Episodenfilm "A Thousand Roads", den der bekannte indianische Regisseur Chris Eyre für das National Museum of the American Indian in Washington, D.C. produzierte.

Gregory Coyes (Mètis, Cree) wuchs in der kanadischen Provinz Alberta auf und studierte Filmwissenschaft an der "Yale-University". Mit seinem Animationsfilm und der Fernsehserie "Stories from the Seventh Fire" gewann er in Kanada und den USA zahlreiche bedeutende Preise. 1992 engagierte er sich für die Gründung des "Dreamspeakers Film Festival" im kanadischen Edmonton.

Im Jahr 2002 erhielt sein Dokumentar-film "How the Fiddle Flows" auf dem Filmfestival Barcelona den "River is Life Award" – ein wunderbarer Film, der den Ursprung und die Verbreitung indianischer Fiddle-Musik über den Wasserweg bis in die Rocky Mountains thematisiert.

Nakotah LaRance (Hopi) aus Flagstaff, Arizona, wurde im Februar 2006 zum fünften Mal Juniorenweltmeister im Hoop-Tanz. Hoop-Tänzer jonglieren mit über einem Dutzend Reifen, die sie durch akrobatische Bewegungen von Armen und Beinen zu aufwendigen "Reifenskulpturen" formen. Der Sender PAX zeichnete ihn erst kürzlich als einen der talentiertesten Jugendlichen Amerikas aus.

Selbst der weltbekannte Regisseur Steven Spielberg hat Nakotah LaRance für die US-Fernsehserie „Into the West“ engagiert. Im Rahmen von INDIANER INUIT: DAS NORDAMERIKA FILM FESTIVAL sind öffentliche Programme mit Nakotah LaRance ebenso geplant wie Begegnungen mit Jugendlichen und Schulklassen.

Lila Downs wurde aufgrund ihres sozialen Engagements in Mexico eine besondere Einladung von der UNICEF Arbeitsgruppe Stuttgart ausgesprochen. Die Wurzeln der Latin Grammy Award Gewinnerin 2005 sind in den USA und in Mexiko. Als Tochter einer Mixteken-Indianerin und eines Amerikaners kennt sie das Leben auf beiden Seiten der mexikanisch-amerikanischen Grenze, wächst sie doch vornehmlich in der mexikanischen Provinz Oaxaca, aber auch in Minnesota und in Südkalifornien auf.

Sie studiert Musik und Anthropologie an der Universität von Minnesota und beginnt eine Ausbildung zur Opern-sängerin. Erst später entdeckt sie die Musik als Schlüssel ihrer indigenen Herkunft. Ihren internationalen Durchbruch hat die Musikerin durch die Mitwirkung in dem Oscar-gekrönten Film "Frida" über das Leben der mexikanischen Malerin Frida Kahlo. Mit ihrem Partner Paul Cohen, einem amerikanischen Saxophonisten, entwickelt sie eine ganz neue Mischung aus indigenen Musikformen, mexikanischen Volksliedern, Jazz-Musik und klassischem Gesang. Lila Downs hat einen scharfen Blick für Leid, Ungerechtigkeit und politische Missstände.

"Wir haben alle eine Verantwortung für unsere Mitmenschen", sagt sie in einem Interview. "Alle Menschen verdienen unseren Respekt, egal wer sie sind und woher sie kommen."

     
 

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