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Prominente
Gäste 2007
Auf der Gästeliste
von INDIANER INUIT: DAS NORDAMERIKA FILMFESTIVAL [2]
stehen prominente
indigene Filmschaffende, die aufgrund ihrer herausragenden Leistungen
international hohes Ansehen erlangt haben und mit bedeutenden Preisen ausgezeichnet
wurden.
Zu allen Gästen bestehen bereits persönliche
Kontakte, und alle haben
ihre Bereitschaft bekundet, am Festival
in Deutschland mitzuwirken und zu dessen Erfolg beizutragen.
Tantoo Cardinal (Cree, Métis), geboren im Juli 1950
in Fort McMurray, Alberta, Kanada, wirkte in mehr als fünfzig
Film- und Fernsehproduktionen mit. Im März 2006 wurde ihr der "Sun
Hill Award" des renommierten
Harvard-Film-Archivs überreicht.
Michael
Smith (Lakota), Gründer und Präsident des American Indian
Film Institute und Festival in San Francisco, organisiert mit seinem Team seit
nunmehr 31 Jahren das größte und wichtigste indianische Filmfestival
in Nordamerika. Er wuchs auf in der Fort Peck Indian Reservation in Montana und
war einer der Aktivisten, die Ende der 1960er Jahre die Gefängnisinsel
Alcatraz besetzten.
Die klischeehafte Darstellung der Indianer in Hollywood-Produktionen
war Michael Smith seit jeher ein Dorn im Auge. 1975 wurden mit führenden
Vertretern verschiedener Stämme Maßnahmen gegen die einseitigen und
rassistischen Darstellungsformen in den Medien beschlossen, die u.a. zur Gründung
des American Indian Film Festival (AIFF) führten.
Adam
Beach (Ojibway)
stammt aus Manitoba, Kanada und hatte seinen Durchbruch
als Schauspieler mit "Smoke Signals", in dem er eine Hauptrolle
spielte. 2001 engagierte ihn der international renommierte Regisseur John Woo
für
das Kriegsdrama "Windtalkers", in dem Adam Beach neben dem Star-Schauspieler
Nicholas Cage als Navajo Code-Talker auftritt. Der talentierte Schauspieler
bereitete sich intensiv auf diese Rolle vor und nahm sechs Monate lang Unterricht
in der
Navajo-Sprache.
Neben der darstellenden Kunst widmet er sich heute mit großem
Engagement und in vorbildhafter Weise sozial benachteiligten indianischen Kindern
und Jugendlichen.
Joy Harjo (Muskogee)
wurde 1951 in Tulsa, Oklahoma, geboren und wandte sich nach ihrem Studium
der Kunst- und Theaterwissenschaft am Institute of American Indian
Arts in Santa Fe, New Mexico, verstärkt dem Medium Film zu, lernte Saxophon
spielen und begann erste lyrische Texte zu schreiben. Als engagierte Künstlerin
und Aktivistin ebnete sie den Weg für indianische Literatur und Poesie und
setzte sich bis heute insbesondere für die Rechte indigener Frauen ein.
2005 schrieb sie das Drehbuch für den Episodenfilm "A Thousand
Roads",
den der bekannte indianische Regisseur Chris Eyre für das National
Museum of the American Indian in Washington, D.C. produzierte.
Gregory
Coyes (Mètis, Cree) wuchs in der kanadischen Provinz Alberta
auf und studierte Filmwissenschaft an der "Yale-University".
Mit seinem Animationsfilm und der Fernsehserie "Stories from the
Seventh Fire" gewann er in Kanada und den USA zahlreiche bedeutende
Preise. 1992 engagierte er sich für die Gründung des "Dreamspeakers
Film Festival" im
kanadischen Edmonton.
Im Jahr 2002 erhielt sein Dokumentar-film "How the
Fiddle Flows" auf dem Filmfestival Barcelona den "River is
Life Award" – ein
wunderbarer Film, der den Ursprung und die Verbreitung indianischer Fiddle-Musik über
den Wasserweg bis in die Rocky Mountains thematisiert.
Nakotah
LaRance (Hopi) aus Flagstaff, Arizona, wurde im Februar 2006
zum fünften Mal Juniorenweltmeister im Hoop-Tanz. Hoop-Tänzer
jonglieren mit über einem Dutzend Reifen, die sie durch akrobatische
Bewegungen von Armen und Beinen zu aufwendigen "Reifenskulpturen" formen.
Der Sender PAX zeichnete
ihn erst kürzlich als einen der talentiertesten Jugendlichen Amerikas
aus.
Selbst der weltbekannte Regisseur Steven Spielberg hat Nakotah LaRance
für die US-Fernsehserie „Into
the West“ engagiert. Im Rahmen von INDIANER INUIT: DAS NORDAMERIKA
FILM FESTIVAL sind öffentliche Programme mit Nakotah LaRance ebenso
geplant wie Begegnungen mit Jugendlichen und Schulklassen.
Lila Downs wurde
aufgrund ihres sozialen Engagements in Mexico eine besondere Einladung
von der UNICEF Arbeitsgruppe Stuttgart
ausgesprochen. Die Wurzeln der Latin Grammy Award Gewinnerin 2005 sind
in den USA und in Mexiko. Als Tochter einer Mixteken-Indianerin und eines
Amerikaners
kennt sie das Leben auf beiden Seiten der mexikanisch-amerikanischen
Grenze, wächst sie doch
vornehmlich in der mexikanischen Provinz Oaxaca, aber auch in Minnesota und in
Südkalifornien
auf.
Sie studiert Musik und Anthropologie an der Universität von Minnesota
und beginnt eine Ausbildung zur Opern-sängerin. Erst später
entdeckt sie die Musik als Schlüssel ihrer indigenen Herkunft. Ihren
internationalen Durchbruch hat die Musikerin durch die Mitwirkung in
dem Oscar-gekrönten
Film "Frida" über das Leben der mexikanischen Malerin
Frida Kahlo. Mit ihrem Partner Paul Cohen, einem amerikanischen Saxophonisten,
entwickelt
sie eine ganz neue Mischung aus indigenen Musikformen, mexikanischen
Volksliedern, Jazz-Musik und klassischem Gesang. Lila Downs hat einen
scharfen Blick für
Leid, Ungerechtigkeit und politische Missstände.
"Wir haben alle
eine Verantwortung für unsere Mitmenschen",
sagt sie in einem Interview. "Alle Menschen verdienen unseren Respekt,
egal wer sie sind und woher sie kommen."
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