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	<title>IINFF &#8211; Indianer Inuit: Das Nordamerika Film Festival</title>
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	<description>Filmfestival in Stuttgart</description>
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		<title>RÜCKBLICK / REVIEW</title>
		<link>https://www.nordamerika-filmfestival.com/rueckblick.html</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[IINFF]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 14 Jun 2025 09:10:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
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					<description><![CDATA[INDIGEN: DAS NORDAMERIKA FILMFESTIVAL 2025]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3>RÜCKBLICK</h3>
<p>[ English version below ]</p>
<p>Mit neuem Titel feierte INDIGEN: DAS NORDAMERIKA FILMFESTIVAL vom 13. bis 16. Februar 2025 sein 10-jähriges Jubiläum. Dem Motto „Reaching for the Stars. Indigenous Cinema on the Rise” folgend stellte es mit einem breiten Spektrum an Themen und Genres aktuelle Produktionen indigener Filmschaffenden einem europäischen Publikum vor.</p>
<p>Einzigartig in Europa richtet sich INDIGEN: DAS NORDAMERIKA FILMFESTIVAL mit seinem vielseitigen Film- und Rahmenprogramm an eine breite interessierte Öffentlichkeit. Es gibt indigenen Menschen eine eigene Stimme und indigenen Akteuren Gelegenheit, ihre Lebenswelten anhand des Mediums Films und weiterer künstlerischer Ausdrucksweisen vorzustellen.</p>
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<h3>INDIGEN: DAS NORDAMERIKA FILMFESTIVAL konnte 2025 folgende großartigen Gäste aus den USA und Kanada begrüßen:</h3>
<p><strong>Brian Adams</strong>, Iñupiaq, Fotokünstler; Anchorage, Alaska;</p>
<p><strong>Tiffany Kuliktana Ayalik und Kayley Inuksuk Mackay</strong>, Inuit, Film- und Musikkünstlerinnen, Gesangsduo PIQSIQ, das den traditionellen Inuit Kehlkopfgesang (Katajjaq) modern interpretiert; Yellowknife, North West Territories;</p>
<p><strong>Desmond Ukkuq Mackay und Aku Ayalik</strong>, Mitglieder der „PIQSIQ-Familie“;</p>
<p><strong>Katsitsionni Fox, Mohawk</strong>, Filmemacherin, Künstlerin; Mohawk Nation Territory of Akwesasne; New York State;</p>
<p><strong>Jack Kohler</strong>, Hoopa Valley Tribe, Filmemacher, Fotograf, Autor; Forestville, Kalifornien;</p>
<p><strong>James Lujan</strong>, Taos Pueblo, Filmemacher, Dramatiker, Direktor der Abteilung “Cinematic Arts and Technology” des Institute of American Indian Arts; Santa Fe, New Mexico;</p>
<p><strong>Julie McIssac</strong>, Regisseurin, Dramaturgin, Librettistin, Multiinstrumentalistin; Vancouver, British Columbia;</p>
<p><strong>Corey Payette</strong>, Mattagami First Nation, Autor, Komponist, Sänger, Regisseur; Vancouver, British Columbia;</p>
<p><strong>Pete Sands</strong>, Navajo, Filmemacher und Musiker; Moab, Utah.</p>
<p><strong>Jeremy Williams</strong>, Filmemacher, Produzent, Fotograf, Sportjournalist; Bristol, Connecticut.</p>
<p>Mit <strong>Julie McIssac und Jeremy Williams</strong> waren zum ersten Mal auch nicht-indigene Filmschaffende zu Gast, die sich durch eine enge, auf Vertrauen und Augenhöhe aufgebaute Zusammenarbeit mit indigenen Filmschaffenden ausgezeichnet haben.</p>
<p>Das Rahmenprogramm mit attraktiven Kulturprogrammen wurde in Zusammenarbeit mit den Gästen des Festivals gestaltet: das Künstlergespräch mit dem Iñupiaq-Fotografen Brian Adams in der Ausstellung „I am Inuit“, die Podiumsdiskussion „From Lacrosse to Katajjaq: The Role of Games and Sports Among Indigenous Peoples“ mit Katsitsionni Fox, Jeremy Williams, Jack Kohler, Kayley Inusuk Mackay, Desmond Ukkuq Mackay und Dr. Nina Reuther als Moderatorin, der Konzertabend “Songs of the Land” mit dem Navajo-Singer-Songwriter Pete Sands und dem Katajjaq-Gesangsduo PIQSIQ mit Tiffany Kuliktana Ayalik und Kayley Inusuk Mackay sowie dem Workshop für Pädagog*innen mit Tiffany Kuliktana Ayalik, James Lujan, Jack Kohler und Pete Sands.</p>
<p><strong>Die vielschichtigen Erfahrungen der indigenen Gäste wurden ergänzt durch ein facettenreiches Filmprogramm.</strong></p>
<p>Eine Reihe von Filmen richteten ihren Fokus auf historische Ereignisse. So etwa „The Reign of Terror“ von Boots Kennedye auf die Ermordung von Osage-Frauen in den 1920er Jahren, um an deren Land und Erdöl-Reichtum zu gelangen oder auch „Techqua Ikachi, Land – Mein Leben“ von Anka Schmid, James Danaqyumptewa, Agnes Barmettler auf den gewaltlosen Widerstand der Hopi gegen die von der US-Regierung geplante Landenteignung Anfang des 20. Jahrhunderts. Ebenfalls historische Themen wurden in zwei innovativen Produktionen vorgestellt. Mit der Rockoper „Something Inside is Broken“ präsentierten Jack Kohler und Megan Chesnut die Situation der Indigenen Kaliforniens in der Zeit des Goldrausches und das Musical „Les Filles du Roi“ von Corey Payette und Julie McIsaac führte das Publikum in das Jahr 1665 zurück, als der französische König „Töchter“ seines Landes in die Kolonie Neufrankreich schickte, um dort die französische Kultur zu verankern.</p>
<p>Seit Gründung des Filmfestivals ist die erzwungene Unterbringung indigener Kinder in Umerziehungseinrichtungen und deren dramatische Auswirkungen ein zentrales Thema, das Filmemacher*innen aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchten. 2025 zeigten insbesondere „Sugar Cane“ by Julian Brave Noisecat und „Bones of Crows” von Marie Clements, welch menschenverachtender Geist in diesen „Residential Schools“ bzw. „Boarding Schools“ vorherrschte und bis heute seine Schatten wirft.</p>
<p>Mit diesen tiefgreifenden historischen Erfahrungen widmen sich insbesondere Dokumentarfilme der Resilienz indigener Menschen und ihrem Engagement, kulturelle Werte wieder zu stärken. Katsitsionni Fox stellte mit ihrem Film „Ohero:kon – Under the Husk“ vor, wie Übergangszeremonien wiederbelebt werden, um junge Mädchen auf dem Weg in das Erwachsenenalter zu begleiten. In seiner Produktion „Sacred Dog“ dokumentiert Jeremy Williams junge Lakota, die sich in gefährlichen Pferderennen mit ihren indigenen Nachbarn messen und ihre Meisterschaft im Umgang mit Pferden zu beweisen. Wie sich eine junge Siksika-Frau den Weg in diese von Männern beherrschte Domäne bahnt, zeigt der Film „Aitamaako’tamisskapi Natosi: Bevor the Sun“.</p>
<p>Zahlreiche Filme thematisieren die Balance des indigenen Nordamerikas zwischen dem modernen Leben und der Bewahrung überlieferter Werte. So beleuchten einige die unterschiedlichen Erfahrungswelten indigener Bewohner*innen in der Stadt und in der Reservation. Andere werfen ein Licht auf aktuelle Themen, die in Europa wenig wahrgenommen werden. So die zahlreichen unaufgeklärten Fälle vermisster und ermordeter indigener Frauen und Mädchen. Dieses schwierige Thema hat auch Jack Kohler in seinem Spielfilm „Gift of Fear“ aufgegriffen. In „Our Sacred Obligation – Children of the Setting Sun“ von Jordan Riber geht es um den Widerstand der indigenen Völker im Norden Kaliforniens, die sich für den Erhalt der Lachspopulation und damit gegen den Bau von Staudämmen einsetzt. In „Pretendians“ macht Drew Hayden Talor auf Personen aufmerksam, die eine indigene Identität vortäuschen.</p>
<p>Sehr aktuell sind auch Filme, die zeigen mit welch tiefgreifenden Veränderungen die Menschen in der Arktis fertig werden müssen. Denn der Klimawandel stellt die Bevölkerung bereits seit Jahren vor dramatische Herausforderungen sowohl hinsichtlich ihrer Umwelt als auch ihrer sozialen Beziehungen und kulturellen Werte.</p>
<p>Eindrucksvoll sind auch Film-Porträts von Künstlerpersönlichkeiten wie der Fotografin Cara Romero, der Malerin Dr. Lana Whiskeyjack, dem Silberschmied Erik Lee oder der Sängerin Elisapie Isaac. Ihre Werke sind ein beeindruckender Ausdruck kultureller Stärke.</p>
<p>Auch 2025 stellte James Lujan, Leiter der Abteilung Cinematic Arts and Technology des Institute of American Indian Arts in Santa Fe, erneut fünf aktuelle Kurzfilme seiner Studierenden persönlich vor. Mit einem hohen Maß an künstlerischem Talent, kultureller Sensibilität und technischem Können beeindrucken diese Produktionen als moderne visuelle Form des traditionellen Storytellings.</p>
<p>Das Motto „Reaching for the Stars” kam in zahlreichen Produktionen explizit zum Ausdruck, wie in dem Animationsfilm „Time Traveller“ von Skawennati, der eine futuristische Projektion von Lebenswelten aus indigener Sicht vorgestellt.</p>
<p>Ein Highlight war erneut die Sonntags-Matinee-Veranstaltung, in der 17 Musikvideos präsentiert wurden und das Publikum im Anschluss für das Beste Musikvideo“ votierten. Den Publikumspreis hat 2025 die musikalische Produktion „I Can’t Remember My Name“ der Snotty Nose Rez Kids (feat. Shanks Sioux) erhalten.</p>
<p><strong>Im Rahmen der Closing Night erfolgte dann auch die öffentliche Verleihung der Preise in ausgewählten Kategorien.</strong></p>
<p>Als Jurys sichteten Studierende der Universitäten Bremen (Anglistik/Amerikanistik), Konstanz (North American Studies / Literatur, Kunst Medien) und Tübingen (Amerikanistik) ausgewählte Filme und bewerteten sie kritisch nach gesellschaftspolitischer Relevanz, Erkenntnisgewinn, künstlerischem Ausdruck und filmtechnischer Qualität.</p>
<p><strong>Ihr Votum für die Preisverleihung 2025 fiel auf folgende Filme:</strong></p>
<p>Die Jury der Universität Bremen unter der Leitung von Prof. Dr. Kerstin Knopf wählte als besten Spielfilm „Bones of Crows“ von Marie Clements, der anhand der Lebensgeschichte von Aline Spears (Cree) das durch die aufgezwungene Assimilierung entstandene intergenerationelle Trauma, aber auch die unbrechbare Resilienz sehr eingehend thematisiert.</p>
<p>Die Jury der Universität Konstanz unter der Leitung von Dr. Eva Gruber wählte als besten Kurzspielfilm „Mis Tik“ von Dr. Jules Koostachin, der bildgewaltig die Absicht junger Menschen zeigt, die Welt am Leben zu halten.</p>
<p>Die Jury der Universität Tübingen unter der Leitung von Dr. Isabell Klaiber wählte als besten Dokumentarfilm „One with the Whale“ von Jim Wickens, Peter Chelkowsi und Yaari Walker. Dieser Film zeigt wie ein junger Jäger seinen ersten Wal harpunierte und dieses in den sozialen Medien von seiner Familie gepostet wird. Während er auf der St. Lawrence Insel gefeiert wird, für die der Walfang überlebenswichtig ist, wird der junge Yupik von Aktivisten in den sozialen Medien gnadenlos attackiert.</p>
<p>Den Sonderpreis für den besten Kurzfilm des Institute of American Indian Arts, Santa Fe, New Mexico, vergab die Jury aus Dr. Nina Reuther, Melika Rezapour und Dr. Sonja Schierle an „Rise of the Tower House” von Tyrell Etsitty. Eindrucksvoll macht der Film auf den Uranabbau auf Navajo-Land und die somit frei gesetzten Kräfte aufmerksam.</p>
<p>Bereits am Freitag vergab die Schüler*innen-Jury des Albert-Einstein-Gymnasiums Reutlingen unter der Leitung ihrer Lehrerin Iryna Miller den Preis für den besten Kinderfilm an „Məca“ von Richie Hemphill und Ryan Haché. Dieser Animationsfilm erzählt von einem Nerz, der sich verstellt, um einen potentiellen Liebespartner zu beeindrucken, eine Geschichte der indigenen Bewohner*innen von Vancouver Island. Begleitet wurde diese Preisverleihung von Katsitsionni Fox als UNICEF-Repräsentantin und Lisa Wolfgarten Kolmorgen in Vertretung für Petja Pucci, Leiterin der UNICEF-Arbeitsgruppe Stuttgart.</p>
<p><strong>Die individuell gestalteten Preisskulpturen fertigte auch 2025 die Keramikkünstlerin Karin Ecker (Zauberhaus, Deggenhausen) an.</strong></p>
<p>Seit seiner Gründung im Jahr 2004 pflegt das Organisationsteam von INDIGEN: DAS NORDAMERIKA FILMFESTIVAL eine enge Verbindung zu Kooperationspartnern, die als etablierte Kulturinstitutionen ihre Expertise und Professionalität einbringen: Linden-Museum Stuttgart, Deutsch-Amerikanisches Zentrum/James-F.-Byrnes-Institut e.V. Stuttgart, UNICEF Arbeitsgruppe Stuttgart sowie die vhs Stuttgart im Treffpunkt Rotebühlzentrum.</p>
<p>In den USA und Kanada kooperiert INDIGEN: DAS NORDAMERIKA FILMFESTIVAL mit dem American Indian Film Institute and Festival, San Francisco, Kalifornien, und dem Dreamspeakers International Aboriginal Film Festival, Edmonton, Alberta, als Schirmherrschaften sowie mit dem Institute of American Indian Arts, Santa Fe, New Mexico.</p>
<p>Essentiell wichtig ist die Kooperation mit der vhs stuttgart als „Filmort“, mit seiner professionellen technischen Ausstattung und Betreuung, der Bereitstellung von Infrastruktur und Administration. Die Zusammenarbeit des Festivalteams mit Hannah Becker und ihrem Team war sehr konstruktiv und ausgesprochen angenehm.</p>
<p>Unterstützt wird INDIGEN: DAS NORDAMERIKA FILMFESTIVAL im Weiteren vom Kulturamt Stuttgart, der Botschaft von Kanada in Deutschland, dem Native Nordamerika Museum in Zürich, Incomindios, der Gesellschaft für Kanadastudien, der Gesellschaft für Bedrohte Völker e.V., der Aktionsgruppe Indianer und Menschenrechte und dem Kulturzentrum K9 in Konstanz. Doch unentbehrlich für das Bestehen des Festivals ist das grenzenlose Engagement der Ehrenamtlichen, die das Festivalteam ausmachen und bereit sind, ihre Zeit und individuellen Fähigkeiten konstruktiv einzubringen. Ihnen allen gilt unser ganz großer Dank.</p>
<p>INDIGEN: DAS NORDAMERIKA FILMFESTIVAL war zu seinem 10. Jubiläum 2025 mit der bislang höchsten Anzahl von 4.111 Besucher*innen ein großer Erfolg. Schriftliche Rückmeldungen unterstreichen den hohen Informationswert des Festivals. Zudem bringen die indigenen Gäste ihre große Anerkennung und Dankbarkeit zum Ausdruck, dass sich das Festival als einziges in Europa für ihre Belange einsetzt und Indigenen Nordamerikas ein Forum gibt, wo ihre Stimme gehört wird.<br />
Wir danken der vhs Stuttgart, die als Gastgeberin den Robert-Bosch-Saal und Aufenthaltsräume zur Verfügung stellte. Auch danken wir allen, die das Festival besucht und mit privaten Spenden unterstützt haben.</p>
<p>Organisationsteam: Gunter Lange, Dr. Sonja Schierle, Dr. Nina Reuther</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>ENGLISH VERSION</h3>
<p><a href="https://www.nordamerika-filmfestival.com/wp-content/uploads/2025/06/REVIEW_2025_final_En.pdf" target="_blank" rel="noopener">REVIEW_2025_English (PDF)</a></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>My Culture is not a Costume &#8211; Perspectives of Cultural Appropriation</title>
		<link>https://www.nordamerika-filmfestival.com/my-culture-is-not-a-costume-perspectives-of-cultural-appropriation.html</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[IINFF]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 14 Dec 2023 16:38:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
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					<description><![CDATA[Im Rahmen des 9. INDIGEN: DAS NORDAMERIKA-FILMFESTIVAL haben wir mit vier indigenen Gästen eine Diskussionsrunde veranstaltet.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2>My Culture is not a Costume &#8211; Perspectives of Cultural Appropriation</h2>
<p>Diskussionsrunde am 31.01.2023 im Linden Museum, Stuttgart</p>
<p>Ob zu Fasching oder Halloween, noch immer sind Winnetou, Pocahontas und Yakari beliebte Verkleidungen bei Jung und Alt. Dabei wird oft außer Acht gelassen, dass solche Kostüme Stereotype bedienen, die die Kolonialisierung Nordamerikas verharmlosen und kulturelle sowie spirituelle Praktiken indigener Völker zu einem Jux degradieren. Im deutschsprachigen Raum wächst die Sensibilität für diese Problematik der kulturellen Aneignung. Nachdem eine Hamburger Kindertagesstätte 2019 empfahl, auf „Indianer-Kostüme“ zu Fasching zu verzichten, war der öffentliche Diskurs zunächst verhalten, gewann aber seit Sommer 2022 durch die so genannte „Winnetou-Debatte“ an Dynamik.</p>
<p>Im Rahmen des <strong>9. INDIGEN: DAS NORDAMERIKA-FILMFESTIVAL</strong> haben wir die Gelegenheit genutzt, mit vier der anwesenden indigenen Gästen eine Diskussionsrunde zum Thema My Culture is not a Costume zu organisieren, um dem deutschen Publikum die Möglichkeit zu geben, einen besseren Einblick in nordamerikanisch-indigene Perspektiven zum Thema “kulturelle Aneignung vs. kulturelle Wertschätzung” zu bekommen. Dabei sollte jede/r Diskussionsrundenteilnehmer*in die Thematik von ihrem/seinem beruflichen Hintergrund angehen.</p>
<p>Auf dem Podium saßen <strong>Amber Dawn Bear Robe</strong> (Siksika Nation, Alberta, Kanada, Modekuratorin und Kunsthistorikerin), <strong>Dr. Jules Koostachin</strong> (Attawapiskat First Nation, MoshKeKo Cree, Kanada, Regisseurin und Storytellerin), <strong>Jessa Calderon</strong> (Chumash and Tongva Nations, Südkalifornien, USA, HipHop Dichterin und Sängerin) und <strong>Tristen Durocher</strong> (Cree und Métis, Buffalo Narrows, Saskatchewan, Kanada, Old Time Fiddler). Amber Dawn Bear Robe stellte zunächst die im deutschsprachigen Raum wohl am meisten diskutierte Dimension vor, nämlich die Bedeutung der nordamerikanisch-indigenen Bekleidung. Die Perspektive von Dr. Jules Koostachin als Filmemacherin war bereits für viele Zuhörer wesentlich neuer: sie legte dar, inwiefern auch das Erzählen von überlieferten Geschichten durch Fremde problematisch sein kann. Die von Jessa Calderon und Tristen Durocher präsentierte musikalische Dimension der Debatte war für viele im Publikum gänzlich neu.</p>
<p><strong>Michael Stumpf</strong> (Leiter der ZDF-Hauptredaktion Kinder und Jugend) und <strong>Stefan Yazzie Herbert</strong> (Dineh und Österreicher, Freiberuflicher Creative Director, Strategist &amp; Producer) fungierten als Diskutanten und brachten ersten Reaktionen auf das, was von der Diskussionsrunde vorgetragen worden war, ein.</p>
<p>Organisiert und moderiert wurde die Veranstaltung von <strong>Dr. Nina Reuther</strong> (unabhängige Geisteswissenschaftlerin und freiberufliche Kulturenvermittlerin).</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Audio der Diskussionsrunde: (in englisch)</strong></p>
<audio class="wp-audio-shortcode" id="audio-8538-1" preload="none" style="width: 100%;" controls="controls"><source type="audio/mpeg" src="https://www.nordamerika-filmfestival.com/wp-content/uploads/2023/12/panel_discussion_my_culture_is_not_a_costume.mp3?_=1" /><a href="https://www.nordamerika-filmfestival.com/wp-content/uploads/2023/12/panel_discussion_my_culture_is_not_a_costume.mp3">https://www.nordamerika-filmfestival.com/wp-content/uploads/2023/12/panel_discussion_my_culture_is_not_a_costume.mp3</a></audio>
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			</item>
		<item>
		<title>Das 9. Nordamerika Filmfestival</title>
		<link>https://www.nordamerika-filmfestival.com/rueckblick_2023.html</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[IINFF]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 12 May 2023 07:52:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.nordamerika-filmfestival.com/?p=8450</guid>

					<description><![CDATA[Rückblick 2023 – endlich wieder in Präsenz – nach Corona!]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3><strong>PRESSEMITTEILUNG</strong></h3>
<p><strong>Rückblick: Das 9. Nordamerika Filmfestival – endlich wieder in Präsenz!</strong></p>
<p>Die 9. Ausgabe des Nordamerika Filmfestivals ging vom 2. bis 5. Februar 2023 unter dem Motto „More Than Leather and Feather“ („Mehr als Leder und Federn“) endlich wieder als Präsenzveranstaltung im Stuttgarter TREFFPUNKT ROTEBÜHLPLATZ über die Bühne. Nach der dreijährigen coronabedingten Pause spiegelte sich die Freude über eine Veranstaltung „live und in Farbe“ auch deutlich in den Besucherzahlen wider. Dem Organisationsteam war es eine große Freude und Ehre dem Violinisten und Aktivisten Tristen Durocher den „Outstanding Commitment Award“ (Preis für herausragendes Engagement) überreichen zu dürfen. Zusammen mit den Musiker*innen Emma Stevens, Carter Chiasson und Jessa Calderon bereicherte er das Filmfestival mit seiner unvergesslichen musikalischen Darbietung.</p>
<p>In diesem Jahr sowie bei der Onlineveranstaltung Anfang 2022 verlieh das Festival wieder Auszeichnungen in den einzelnen Filmkategorien. Der UNICEF Kinderfilmpreis (UNICEF Children’s Film Award) ging dieses Mal an Loretta Todds Film „Skateboarding“. Letztes Jahr wurde „Assini“ von Gail Maurice mit diesem Preis ausgezeichnet. „Bester Spielfilm“ war bei der 9. Ausgabe des Festivals der von Tracey Deer produzierte Film „Beans“. Amanda Strongs „Four Faces Of The Moon“ erhielt die Auszeichnung „Bester Animationsfilm“ (Best Animated Film). Für ihren Kurzspielfilm „Kwêskosîw&#8220; &#8211; she whistles“ erhielten Thirza Cuthand und Sera Lys McArthur den Preis „Bester Kurzspielfilm“ (Best Live Short Film). In der Kategorie „Dokumentarfilm“ wurde der von Michael „Pom“ Preston und Natasha Deganello Giraudie produzierte Film „One Word Sawalmem“ ausgezeichnet. Den Sonder-Preis „Bester Kurzfilm des Institute Of American Indian Arts, Santa Fe, NM“ (Special Award &#8211; Best Short Film of the Institute Of American Indian Arts) erhielt Rayne Kingfisher für seinen Kurzfilm „Commodity“. Gewinner des Publikumspreises für das beste Musikvideo war dieses Jahr das Video zu Jessa Calderons Song „Injustice“. Im Jahr 2022 gewannen DJ Shub und die Northern Cree Singers mit ihrem Musikvideo „Indomitable“.</p>
<p>Neben den Filmpräsentationen kamen die Besucher auch dieses Mal wieder in den Genuss eines abwechslungsreichen und besonderen Rahmenprogramms: Die kontrastreichen gemeinsamen Konzerte von Tristen Durocher, Emma Stevens, Carter Chiasson und Jessa Calderon werden dem Publikum noch lange in Erinnerung bleiben. Die Podiumsdiskussionen und Workshops öffneten den Teilnehmenden den Blick und förderten den interkulturellen Austausch sowie das gegenseitige Verständnis. Am Festival eigenen Büchertisch fanden viele anregende Gespräche über die unterschiedlichsten Werke indigener Autor*innen statt und zahlreiche Besucher*innen nahmen ein literarisches Andenken mit nach Hause. Die Foto-Ausstellung „Native Runway: Indigenous Fashion from North America – Fotoausstellung zu indigener Haute Couture“ bot einen vertiefenden und beeindruckenden Einblick in das Titelthema des Festivals „More Than Leather and Feather“.</p>
<p>INDIANER INUIT: DAS NORDAMERIKA FILMFESTIVAL ist einzigartig in Europa. Exklusiv in Stuttgart werden seit 2004 alle zwei Jahre Filme gezeigt, in denen Indianer und Inuit als Regisseure, Schauspieler und Drehbuchautoren ihre Kulturen und Lebenswirklichkeiten vorstellen. Ziel des Filmfestivals ist es, diese besonderen indigenen Filme einem breiten europäischen Publikum zugänglich zu machen. Besucher*innen haben im Anschluss an die Filmvorführungen Gelegenheit zu Gesprächen und Diskussionen mit Drehbuchautoren, Filmschaffenden und Schauspielern. Der Filmfestival-Trailer steht unter dem folgenden Link zum Abruf bereit: https://www.youtube.com/watch?v=rwg0Cl2SPzU.</p>
<p>Werdet Teil des nächsten Filmfestivals! Mit eurer Spende unterstützt ihr die nächste Ausgabe von INDIANER INUIT: DAS NORDAMERIKA FILMFESTIVAL (10): <a href="https://www.nordamerika-filmfestival.com/share-our-vision.html">www.nordamerika-filmfestival.com/share-our-vision</a>.</p>
<p>###</p>
<h3><strong>PRESS RELEASE</strong></h3>
<p>Looking back to the 9th Annual North America Film Festival: Finally back in presence!<br />
The ninth edition of INDIANER INUIT: THE NORTH AMERICAN FILM FESTIVAL finally took place again as an in-person event at the TREFFPUNKT ROTEBÜHLPLATZ (Stuttgart, Germany) from February 2-5, 2023. This year’s headline was “More Than Leather and Feather”. After a three-year-break due to Covid 19, the audience’s enthusiasm about this in-person-event was reflected by the great number of visitors. It was a great pleasure and honor for the organizing team to present violinist and activist Tristen Durocher with the Outstanding Commitment Award. His unforgettable performances with the musicians Emma Stevens, Carter Chiasson and Jessa Calderon certainly were festival highlights. This year as well as at the online event in 2022, the festival team again presented awards in the different film categories.</p>
<p><strong>These were the winner’s in the respective film categories:</strong><br />
UNICEF Children’s Film Award 2023: “Skateboarding” (Loretta Todd)<br />
UNICEF Children’s Film Award 2022: “Assini” (Gail Maurice)<br />
Best Feature Film: “Beans” (Tracey Deer)<br />
Best Animated Film: “Four Faces Of The Moon” (Amanda Strong)<br />
Best Live Short Film: “Kwêskosîw&#8220; &#8211; she whistles” (Thirza Cuthand, Sera Lys McArthur)<br />
Best Documentary Film: “One Word Sawalmem” (Michael “Pom” Preston, Natasha Deganello Giraudie)<br />
Special Award – Best Short Film of the Institute Of American Indian Arts: “Commodity” (Rayne Kingfisher)<br />
Best Music Video 2023: “Injustice” (Jessa Calderon)<br />
Best Music Video 2022: “Indomitable” (DJ Shub and the Northern Cree Singers)</p>
<p>In addition to the film screenings, the visitors enjoyed an exciting and multi-faceted program of events hosted by the film festival: The amazing joint performances of Tristen Durocher, Emma Stevens, Carter Chiasson and Jessa Calderon will not be forgotten. The panel discussions and workshops broadened the participants&#8216; perspective and promoted intercultural exchange and a mutual understanding. At the festival&#8217;s book stand, interesting discussions about works by indigenous authors took place and many visitors purchased a literary souvenir. The photography exhibition “Native Runway: Indigenous Fashion from North America” invited the viewer to dive right into the festival’s headline topic “More Than Leather and Feather”.</p>
<p>INDIANER INUIT: THE NORTH AMERICA FILM FESTIVAL is unique in Europe. Since 2004, movies, in which Native Americans and Inuit represent their cultures and realities of life as directors, actors and screen writers, have been exclusively shown in Stuttgart every two years. The goal of the film festival is to make these exceptional Indigenous movies accessible to a broad European audience. After the screenings, visitors have the opportunity to talk with the screen writers, directors and actors. The film festival trailer can be accessed here: https://www.youtube.com/watch?v=rwg0Cl2SPzU</p>
<p>Become part of our filmfestival! Support the next edition of INDIANER INUIT: THE NORTH AMERICA FILMFESTIVAL by donating: <a href="https://www.nordamerika-filmfestival.com/share-our-vision.html">www.nordamerika-filmfestival.com/share-our-vision</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Native Runway &#8211; Indigenous Fashion from North America</title>
		<link>https://www.nordamerika-filmfestival.com/swai-modenschau.html</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[IINFF]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 07 Jan 2021 08:34:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.nordamerika-filmfestival.com/?p=7895</guid>

					<description><![CDATA[SWAIA Fashion Show 2019, Produced by Amber-Dawn Bear Robe, Designer PATRICIA MICHAELS, Photo Credit: Jason Ordaz Native Runway - Indigenous Fashion from North America 2014 veranstaltete die Southwestern Association for Indian Arts (SWAIA) die erste offizielle Haute Couture Fashion Show, organisiert von Amber-Dawn Bear Robe (Siksika Nation), als Teil des jährlich stattfindenden Santa Fe Indian  [mehr]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div>
<div>
<p>SWAIA Fashion Show 2019, Produced by Amber-Dawn Bear Robe, Designer PATRICIA MICHAELS, Photo Credit: Jason Ordaz</p>
<h2>Native Runway &#8211; Indigenous Fashion from North America</h2>
<p>2014 veranstaltete die Southwestern Association for Indian Arts (SWAIA) die erste offizielle Haute Couture Fashion Show, organisiert von Amber-Dawn Bear Robe (Siksika Nation), als Teil des jährlich stattfindenden Santa Fe Indian Market, der größten und renommiertesten Kunstmesse für zeitgenössische indigene Künstler*innen, die seit 1922 jeden August stattfindet. Die Modenschau wurde zunächst als kostenlose Veranstaltung inszeniert, bei der nur vier Designer*innen ihre Arbeiten zeigten und die Models über den Gehweg des Parks liefen. Unter der Leitung von Bear Robe hat sie sich zu einem der am meisten erwarteten Events des Marktes entwickelt, mit über 1000 Menschen im Publikum und über 100 Models, die die Kollektionen von 8 bis 12 Designer*innen tragen. Bear Robe erklärt: &#8222;Die Show hebt indigene Modeschaffende hervor, die von ihrer Kultur beeinflusst sind, um Kleidung, Schmuck und Accessoires zu kreieren, die die Essenz der Erinnerung an ihre Vorfahren verkörpern, während sie kreative, innovative Designs für das Jetzt entwerfen.&#8220;</p>
<p>Diese <a href="https://www.dai-tuebingen.de/node/2571" target="_blank" rel="noopener">Fotoshow</a> stellt preisgekrönte und international anerkannte indigene Modedesigner*innen aus den Vereinigten Staaten und Kanada vor, kuratiert von Amber-Dawn Bear Robe und Erika Knecht.</p>
<p>###</p>
<p>In 2014, the Southwestern Association for Indian Arts (SWAIA) held the first official Haute Couture Fashion Show, organized by Amber-Dawn Bear Robe (Siksika Nation), as part of their program for the annual Santa Fe Indian Market, the largest and most prestigious art fair for contemporary Indigenous artists, established in 1922. The fashion show was first produced as a free event at Cathedral Park, where only four designers showed their work and the models walked down the walkway of the park.</p>
<p>Under the leadership of Bear Robe, it has grown into one of the most anticipated events of the Market, with over 1,000 people in the audience and more than 100 models wearing collections from up to a dozen Native American designers.</p>
<p>Bear Robe explains that “The show highlights Indigenous fashion designers who are influenced from their cultural heritage to create clothing, jewelry, and accessories that embody the essence of ancestral memory while creating innovative designs representing the now.”</p>
<p>This <a href="https://www.dai-tuebingen.de/node/2571" target="_blank" rel="noopener">photography show</a> will introduce award-winning and internationally recognized Indigenous fashion designers from the United States and Canada, curated by Amber Dawn Bear Robe and Erika Knecht.</p>
<h3>Vortrag zur Ausstellungseröffnung</h3>
<p>Vortrag von Isabell Klaiber zur Eröffung der Fotoausstellung „Native Runway &#8211; Indigenous Fashion from North America“ am 17.12. im d.a.i. Tübingen:</p>
</div>
<div><a id="LPlnk429398" href="https://unitc-my.sharepoint.com/:v:/g/personal/neakl01_cloud_uni-tuebingen_de/EeXOkDR-T29NsWxi8s15tKMB7cwr9qj2nuojn4CuuNNyWQ?e=fAZMIO" target="_blank" rel="noopener">https://unitc-my.sharepoint.com/:v:/g/personal/neakl01_cloud_uni-tuebingen_de/EeXOkDR-T29NsWxi8s15tKMB7cwr9qj2nuojn4CuuNNyWQ?e=fAZMIO</a></div>
</div>
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			</item>
		<item>
		<title>IIFF-Dokumentation 2020</title>
		<link>https://www.nordamerika-filmfestival.com/iiff-dokumentation-2020.html</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[IINFF]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 15 Sep 2020 12:06:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.nordamerika-filmfestival.com/?p=7841</guid>

					<description><![CDATA[Video-Doku INDIANER INUIT: DAS NORDAMERIKA FILMFESTIVAL 2020 by Elena Hauter]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>IIFF-Dokumentation 2020 by Elena Hauter</p>
<div class="video-shortcode"><iframe title="INDIANER INUIT FILMFESTIVAL 2020" width="1100" height="619" src="https://www.youtube.com/embed/-pS8eVCEUXc?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></div>
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			</item>
		<item>
		<title>Lucy Tulugarjuk opening her prize for Best Children&#8217;s film</title>
		<link>https://www.nordamerika-filmfestival.com/lucy-tulugarjuk-opening-her-prize-for-best-childrens-film.html</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[IINFF]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 16 Apr 2020 12:23:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.nordamerika-filmfestival.com/?p=7833</guid>

					<description><![CDATA[Lucy Tulugarjuk, director of the film "Tia and Piujuq" opening her prize for Best Children's film from Filmfestival 2020]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="video-shortcode"><iframe title="Lucy Tulugarjuk, opening her prize for Best Children&amp;apos;s film" width="1100" height="619" src="https://www.youtube.com/embed/vInQj5hfWQE?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></div>
<p><span class="style-scope yt-formatted-string" dir="auto">Lucy Tulugarjuk, director of the film &#8222;Tia and Piujuq&#8220; opening her prize for Best Children&#8217;s film from INDIANER INUIT: DAS NORDAMERIKA FILMFESTIVAL (8), 2020</span></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Deep Song</title>
		<link>https://www.nordamerika-filmfestival.com/deep-song.html</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[IINFF]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Apr 2020 08:39:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.nordamerika-filmfestival.com/?p=7827</guid>

					<description><![CDATA[Official statement concerning the controversy around the film Deep Song / Rouge Gorge by Marie-Pascale Dubé]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2>Official statement concerning the controversy around the film Deep Song/ Rouge Gorge by Marie-Pascale Dubé</h2>
<p>English Version<br />
Die deutsche Version folgt dem englischen Text.<br />
La version française suit le texte allemand.&nbsp;</p>
<h3>English Version</h3>
<p>If you had the pleasure of attending the INDIANER INUIT – DAS NORDAMERIKA FILM FESTIVAL in Stuttgart a few weeks ago you will have witnessed a very important list of films that help to combat the narrative of Indigenous stereotypes and shed light on the ways that Indigenous Peoples in North America deal with challenges and thrive today.</p>
<p>You may also have experienced one particular film, Deep Song, by Marie-Pascale Dubé, as well as an exchange that happened after the screening of her film. We realize that this exchange was uncomfortable and likely raised a lot of question for those present. This discomfort is important and if we are brave enough to wade through it to the other side there are gems to grasp that will benefit us all.</p>
<p>What was not visible to the audience was the exchange that took place between Marie-Pascale Dubé and the Arnaqquasaaq Collective (Collective of the Women with Sharp Tongues – a collective of Inuit women who collaborate in order to advocate for rights and protections for Inuit and Inuit cultural autonomy). The Collective contacted Marie-Pascale a year before Deep Song was screened in Stuttgart and fate placed the PIQSIQ sisters as present during this film.</p>
<p>The PIQSIQ Sister commented Marie-Pascale Dubé’s film as follows: <em>“Ms. Dubé dishonestly leveraged teachings from an Inuit community, claiming Inuit ancestry where none is present. Through meetings with a genealogist, DNA testing and discussions regarding old family photographs, which incidentally were a problematic source of misinformation during her film, Marie-Pascale Dubé tried to legitimize her connection to Inuit throat singing throughout the film. We must point the glaring flaw in logic presented in Deep Song where Marie-Pascale claims that because she made growling noises at 8 years old that she must therefore be Inuk. Near the start of the film her mother tells her that she played her albums of Inuit throat singing as a baby, so it is no great magical mystery of destiny that these sounds were in her auditory memory. Further, the reduction of a whole ethnic group down to slanty eyes and high cheekbones to supposedly trace lineage is absolutely a product of racism.</em></p>
<p><em>Inuit art is inextricable from Inuit culture. Katajjaq cannot be removed from Inuit and reduced down to a mere vocal technique. We understand that this can be difficult for non-Inuit to understand, but this should further solidify your recognition that there are aspects of our existence, beliefs and culture that you cannot grasp in its wholeness unless you are Inuk.</em></p>
<p><em>In a letter delivered to Marie-Pascale Dubé by the Arnaqquasaaq Collective early in 2019 she was informed about our concerns and asked to stop performing Inuit throat singing in any way. On February 21st, 2019 she replied:”I promise that I will not perform throat singing/katajjaq on stage, in recordings or in any teaching capacity including to other non-Inuit or in workshops. I will not use throat singing/katajjaq in any sort of professional sense for profit or monetary gain.” After the screening of the film in Stuttgart we asked her if she kept her promise, upon which she started to defend her affinity to Inuit throat singing in a way that showed clearly that she could not answer that question directly in honesty.”</em></p>
<p>During the statement by the PIQSIQ Sisters and Marie-Pascal Dubé’s as well as the audience’s reactions, the Festival Team realized that two very different conception of what Art is and means and how it should be dealt with were clashing against each other: on one hand the general conception stemming from European thought tradition that Art is standing for itself, therefore open to everyone who feels inspired by it. And there is a distinction between Plastic Art and Sound Art (i.e. Music and Song), the latter being handled even more openly accessible since it is not visible and mainly producing emotions. On the other hand the Inuit perception, which they share with numerous Indigenous cultures in the Americas and throughout the world, according to which Art and especially sound and song are inseparable from the land and the people who live on that land since it is a central way of expressing the intrinsic, special and unique relationship between a specific group of people and the territory they live on. Therefore any form of artistic expression within these cognitive ways cannot be separated from its context and just be seen as a mere artistic technique as claimed by the author of Deep Song.</p>
<p>During a series of discussions that followed the screening it appeared clearly that a major issue leading to multiple misunderstandings was brought to the open in need of manifold further discussions in order to clarify one’s own conception to the other. Therefore, the Festival Team took the decision to maintain the nominations of the documentary film category as selected by the jury but not to give an award to any of them. Thus we wanted to set a sign and underline the importance of the issue. We also clearly state that through this sign we have no intention to silence any voice but aim to create a dance floor where all these voices can come out, express themselves and learn to sing together in a respectful way of mutual understanding.</p>
<p>*******************</p>
<h3>Deutsche Version:</h3>
<p>Falls Sie das Vergnügen hatten vor ein paar Wochen das INDIANER INUIT: DAS NORDAMERIKA FILMFESTIVAL in Stuttgart zu besuchen, so konnten Sie der Vorführung einer herausragenden Reihe von Filmen beiwohnen, die mit gängigen Stereotypen über die nordamerikanischen Ureinwohner aufräumen und zeigen, wie sie mit den gegenwärtigen Herausforderungen umgehen und erneut aufblühen.<br />
Vielleicht haben Sie auch die Vorführung des Films Deep Song von Marie-Pascale Dubé und die darauffolgende Auseinandersetzung über die Aneignung von Kulturgut miterlebt. Uns ist bewußt, dass diese Auseinandersetzung für die Anwesenden unangenehm war und wahrscheinlich viele Fragen aufgeworfen hat. Dieses Unbehagen ist jedoch wichtig und wenn wir mutig genug sind, es zu überwinden, so werden wir am Ende Juwelen finden, die uns allen zugutekommen werden.</p>
<p>Für das Publikum war allerdings nicht ersichtlich, dass es schon vor dieser Filmvorführung einen Austausch zwischen Marie-Pascale Dubé und dem Arnaqquasaaq Collective (Kollektiv der Frauen mit scharfen Zungen – ein Kollektiv von Inuit-Frauen, welches der Verteidigung und dem Schutz der kulturellen Autonomie der Inuit gewidmet ist) gegeben hat. Das Kollektiv hat Marie-Pascale Dubé bereits ein Jahr vor der Filmvorführung in Stuttgart kontaktiert und es ergab sich, dass die PIQSIQ Schwestern bei der Vorführung anwesend waren.</p>
<p>Die PIQSIQ Schwestern kommentierten Marie-Pascale Dubés Film folgendermaßen: <em>Frau Dubé hat sich unredlich die Lehren einer Inuit Gemeinde angeeignet indem sie eine Inuit Herkunft vortäuschte, die nicht existiert. Anhand von Treffen mit einem Ahnenforscher, DNA-Tests, sowie Diskussionen über alte Familienfotografien, welche sich obendrein im Laufe des Filmes als Quelle für Fehlinformationen herausstellten, versucht sie mittels des Filmes ihre Verbundenheit zum Kehlkopfgesang zu legitimieren. Wir müssen auf eine massive logische Schwachstelle in Deep Song hinweisen, an der Marie-Pascal Dubé behauptet, dass sie Inuk sein muss, weil sie bereits im Alter von acht Jahren brummende Geräusche von sich gab. Nahe dem Anfang des Filmes erzählt ihr ihre Mutter, dass sie ihr als Baby Albums mit Inuit Kehlkopfgesang vorgespielt hat. Es ist daher keine große geheimnisvolle Bestimmung, die diese Klänge in ihrem Gehörgedächtnis gespeichert hat. Weiterhin ist es schlicht und ergreifend rassistisch, eine ganze ethnische Gruppe auf ihre schräge Augenform und hohe Wangenknochen zu reduzieren, um eine angebliche Abstammung beweisen zu wollen.</em></p>
<p><em>Inuit Kunst ist untrennbar von der Inuit Kultur. Katajjaq kann nicht von den Inuit getrennt und einfach auf eine Gesangstechnik reduziert werden. Wir verstehen, dass das für nicht-Inuit vielleicht nur schwer nachvollziehbar sein kann; aber es ist für Euch auch eine Möglichkeit zu erkennen, dass Teile unseres Seins, unserer Vorstellungen und Kultur gibt, die in ihrer Ganzheit nur schwer zu erfassen sind, wenn man kein Inuk ist.</em><br />
<em>Anfang 2019 bekam Marie-Pascale Dubé einen Brief vom Arnaqquasaaq Kollektiv, der sie über unsere Bedenken informierte und sie bat aufzuhören, Inuit Kehlkopfgesang in jeglicher Form weiterhin darzubieten. Am 21. Februar 2019 antwortete sie: „Ich verspreche, dass ich Kehlkopfgesang/Katajjaq nicht mehr auf einer Bühne, in Aufnahmen oder jeglicher Art von Unterricht vor anderen nicht-Inuit darbieten werde. Ich werde Kehlkopfgesang/Katajjaq in keiner Weise professionell zum finanziellen oder sonstigem Gewinn nutzen.“ Nach der Filmvorführung in Stuttgart haben wir sie gefragt, ob sie ihr Versprechen gehalten hat, woraufhin sie anfing, ihre Verbundenheit zum Inuit Kehlkopfgesang auf eine Art und Weise zu verteidigen, die klar zeigte, dass sie die Frage nicht ehrlich beantworten konnte.</em></p>
<p>Während der Stellungnahme der PIQSIQ Schwestern, sowie der Reaktionen Marie-Pascal Dubés und des Publikums, ist dem Festivalteam klargeworden, dass hier zwei sehr unterschiedliche Verständnisse von Kunst und dem Umgang mit Kunst aufeinandergeprallt sind: Auf der einen Seite die allgemein verbreitete, aus europäischem Gedankengut stammende Vorstellung, dass Kunst für sich selbst steht und daher für alle, die sich von ihr inspiriert fühlen, offen zugänglich ist. Hier wird generell zwischen bildenden (z. B. Gemälde und Skulpturen) und musischen (wie z.B. Musik und Gesang) Künsten unterschieden. Wobei letztere sogar weitgehend als noch offener betrachtet werden, da sie nicht sichtbar sind und vor allem Emotionen erzeugen. Auf der anderen Seite steht das Kunstverständnis der Inuit, welches sie mit vielen anderen indigenen Kulturen des amerikanischen Doppelkontinents und weltweit teilen: für sie ist Kunst, im besonderen Ton und Gesang, untrennbar von dem Land und den überlieferten Traditionen der Menschen, die auf dem Land leben. Es ist eine Weise, die inhärente, besondere und einzigartige Bindung zwischen einem Volk und dem Territorium, in dem sie leben, auszudrücken. Daher ist nach diesem Verständnis jeglicher künstlerischer Ausdruck untrennbar von seinem Gesamtkontext und kann nicht nur auf eine künstlerische Technik begrenzt werden, wie es die Autorin von Deep Song vorgibt.<br />
Auf die Filmvorführung folgten eine Reihe von Gesprächen, die verdeutlichten, dass ein wesentliches Thema hier zum Ausdruck kam, welches weiterhin vielschichtiger Diskussionen bedarf, um die jeweilige Verständnisweise der anderen Wahrnehmung zu erklären. Daher die Entscheidung des Filmfestivalteams keinen der drei nominierten Dokumentarfilme auszuzeichnen. Wir wollten so ein Zeichen setzen und die Wichtigkeit der Thematik hervorheben. Wir erklären hiermit ausdrücklich, dass es nicht unsere Absicht ist, Stimmen zum Schweigen zu bringen, sondern dass wir einen Raum schaffen wollen, in dem all diesen Stimmen hervortreten und sich ausdrücken können, um zu lernen, in einer gegenseitig wertschätzenden Weise zusammen zu singen.</p>
<p>********************</p>
<h3>Version française:</h3>
<p>Si vous avez eu le plaisir d’assister à L&#8217;INDIANER INUIT – DAS NORDAMERIKA FILM FESTIVAL à Stuttgart il y a quelques semaines, vous avez alors pu assister à la présentation d’une série très importante de films destinés à combattre les stéréotypes forgés sur les Autochtones d’Amérique du Nord, à mettre en lumière la manière dont ils ont affronté les défis historiques auxquels ils étaient confrontés et comment ils s&#8217;épanouissent à nouveau aujourd’hui.</p>
<p>Peut-être vous avez aussi participé à la projection d’un film en particulier, Rouge Gorge (Deep Song) de Marie-Pascale Dubé et à la discussion qui s’en est suivie. Nous sommes conscients que cette discussion a pu déranger et qu’elle a certainement soulevé de nombreuses questions parmi le public présent. Ce malaise est important et si nous sommes suffisamment courageux pour l’affronter, nous trouverons dans sa résolution des éclaircissements qui profiteront à nous tous.</p>
<p>Ce que le public ignorait, c&#8217;est que cette discussion avait été précédée par un échange écrit qui a eu lieu entre Marie-Pascale Dubé et l’Arnaqquasaaq Collective (le Collectif des femmes à la langue acérée – un collectif de femmes inuit dédié à la défense des droits et de l&#8217;autonomie culturelle inuit). Le Collectif a contacté Marie-Pascale Dubé une année avant la projection de Rouge Gorge à Stuttgart et le sort a voulu que les sœurs PIQSIQ soient invitées au festival et assistent donc à cette projection.</p>
<p>Les sœurs PIQSIQ ont commenté le film de Marie-Pascale Dubé de la manière suivante : <em>« Melle Dubé a tiré profit de manière malhonnête des enseignements qui lui ont été donnés par une communauté inuit après avoir prétendu être de descendance inuit, ce qui est inexact. Tout au long de son film, elle essaie de légitimer son affinité avec le chant de gorge inuit à l’aide de rencontres avec un généalogiste, des tests ADN et des discussions autour de vieilles photos de famille, ces dernières constituant d’ailleurs des preuves très problématiques menant facilement à de la désinformation. Nous voulons attirer l’attention sur l’argumentation véritablement bancale présentée dans Rouge Gorge par Marie-Pascal Dubé, justifiant son origine inuit par le fait qu&#8217;elle ait produit dès l’âge de huit ans des grognements avec sa voix. Au début du film, sa mère raconte qu’elle lui a fait écouter des disques de chants de gorge inuit lorsqu’elle était bébé. Le fait que ces sons fassent partie de sa mémoire auditive n&#8217;est donc en rien dû à un quelconque grand mystère magique du destin. De plus, réduire tout un groupe ethnique à la simple forme oblique de leurs yeux ou à leurs des pommettes saillantes afin de retracer une descendance supposée est un pur produit du racisme.</em></p>
<p><em>L’art inuit est inextricable de la culture inuit. Il est impossible de séparer le katajjaq des Inuit ou de le réduire à une simple technique vocale. Nous comprenons que cette conception soit difficile à saisir pour les non-Inuit mais nous espérons pouvoir vous faire admettre qu’il existe des aspects de notre existence, de nos croyances et de notre culture qui sont impossibles à concevoir dans leur intégralité si vous n&#8217;êtes pas inuk.</em></p>
<p><em>Dans un courrier adressé à Marie-Pascale Dubé par le Collectif Arnaqquasaaq début 2019, nous l’avons informée de nos préoccupations et nous lui avons demandé d’arrêter d’interpréter des chants de gorge inuit de quelque manière que ce soit. Le 21 février 2019, elle nous a répondu : « Je promets que je n’interpréterai plus de chant de gorge/katajjaq sur scène, dans des enregistrements ou à l&#8217;occasion d&#8217;une quelconque forme d’enseignement à l&#8217;attention de non-Inuit ou lors d’ateliers. Je n’utiliserai pas le chant de gorge/katajjaq de manière professionnelle et dans un but lucratif ». Après la présentation de son film à Stuttgart nous lui avons demandé si elle avait tenu sa promesse. Elle s&#8217;est défendue en rappelant son affinité avec le chant de gorge inuit via une attitude et des arguments oraux qui montraient clairement qu’il lui était impossible de répondre explicitement à cette question en toute honnêteté. »</em></p>
<p>Au cours de cette discussion, tant à travers les commentaires de PIQSIQ qu’à travers les réactions de Marie-Pascale Dubé et du public, l’équipe organisatrice du festival s’est rendu compte que deux manières très différentes de concevoir ce que l&#8217;« art » signifie et de comment l’art devrait être géré étaient en train de s’affronter. D’un côté s’exprimait la conception dominante issue du mode de pensée issu de tradition européenne, selon lequel l’art parle pour lui-même et, par conséquent, qu&#8217;il est entièrement accessible à toute personne inspirée par lui. De plus, il y a une distinction faite entre l’art plastique et l’art sonore (comme par exemple la musique et le chant), ce dernier étant traité de manière encore plus ouverte, étant généralement défini comme non-visible et avant tout destiné à produire des émotions. D’un autre côté s&#8217;est manifestée la conception inuit, partagée avec de nombreux peuples autochtones non seulement dans les Amériques mais à travers le monde entier, selon laquelle l’art – et particulièrement les sons et les chants – est inséparable de la terre, de l’environnement et des gens qui vivent dans cet endroit singulier, puisqu’il s’agit d’une expression de la relation intrinsèque, particulière et unique entre un groupe spécifique et le territoire qu’il habite. Par conséquent, selon ces traditions cognitives, toute forme d’expression artistique ne peut être séparée de son contexte, ni être considérée comme une simple technique artistique, tel que présentée par l’auteure du film Rouge Gorge.</p>
<p>Au fil d’une série de discussions à la suite du « coup d’éclat » qui a eu lieu pendant cette projection-débat, l’importance centrale indéniable de cette question menant à de multiples malentendus est clairement apparue, ainsi que le besoin certain d’une poursuite de la discussion dans le but d’éclairer mutuellement les conceptions particulières de chacun(e). C’est pourquoi l’équipe du festival a pris la décision de maintenir les nominations dans la catégorie des films documentaires comme choisies par le jury, mais de n&#8217;accorder le premier prix à aucun des trois films nommés. Nous voulons ainsi lancer un signal et souligner l’importance de cette question. Nous affirmons clairement qu’à travers cette décision nous n’avons aucune intention de réduire au silence la voix de quiconque, mais que, au contraire, nous ouvrons la « piste de danse » à toutes les voix afin qu&#8217;elles puissent s’exprimer chacune dans leur particularité et que nous puissions apprendre à chanter ensemble dans le respect, la compréhension réciproque et l’entente mutuelle.</p>
<h3><a href="https://www.nordamerika-filmfestival.com/wp-content/uploads/2020/04/Statement-dreisprachig.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Official statement (pdf)</a></h3>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Tantoo Cardinal</title>
		<link>https://www.nordamerika-filmfestival.com/tantoo-cardinal-videomessage.html</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[IINFF]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 06 Mar 2020 12:24:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.nordamerika-filmfestival.com/?p=7820</guid>

					<description><![CDATA[Videomessage von Tantoo Cardinal für das Filmfestival 2020]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="_3vbdr sc-dfVpRl jZZncJ"><span class="-KXLs">Tantoo Cardinal` s Video Message to INDIANER INUIT: DAS NORDAMERIKA FILMFESTIVAL (8)</span></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>RESUME FILMFESTIVAL 2020 </title>
		<link>https://www.nordamerika-filmfestival.com/resume-filmfestival-2020%e2%80%a8.html</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[IINFF]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 05 Mar 2020 10:19:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.nordamerika-filmfestival.com/?p=7810</guid>

					<description><![CDATA[Resume Filmfestival 2020  (deutsch / english)]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3>RESUME INDIANER INUIT: DAS NORDAMERIKA FILMFESTIVAL 2020<br />
Februar 2020</h3>
<p style="text-align: right;">English text below</p>
<p><strong>Besucherrekord beim 8. INDIANER INUIT: DAS NORDAMERIKA FILMFESTIVAL gebrochen</strong></p>
<p>Mit mehr als 3.500 Besucher*innen hat das diesjährige INDIANER INUIT: DAS NORDAMERIKAFILMFESTIVAL seinen Besucherrekord gebrochen. Vom 6. bis zum 9. Februar wurde den Besuchern unter der Headline „Dreams Have No Borders“ („Träume haben keine Grenzen“) im Stuttgarter TREFFPUNKT Rotebühlplatz ein interessantes Programm bestehend aus 65 Filmen präsentiert. Dem Organisatorenteam war es eine große Freude und Ehre Lucinda Spencer, Ehefrau des verstorbenen Michael Smith, ehemaliger Direktor und Gründer des American Indian Film Institute and Festival San Francisco, als Gast begrüßen und ihr stellvertretend für ihren Mann den Michael Smith Memorial Award überreichen zu dürfen. Des Weiteren wurde Schauspielerin, Produzentin und Aktivistin Tantoo Cardinal mit dem Lifetime Achievement Award für ihr Lebenswerk geehrt.</p>
<p>Auch in diesem Jahr verlieh das Festival wieder Auszeichnungen in den einzelnen Filmkategorien. Den UNICEF Kinderfilmpreis erhielt der 2018 unter der Regie von Uyarak (Lucy) Tulugarjuk in Kanada gedrehte Film „Pia and Piujuk“. Die Auswahl trafen Schüler der Stuttgarter Reisach-Schule im Rahmen des Unterrichts. Weiterhin wurde „Angelique’s Isle“ (Kanada 2018, Regie: Marie-Hélène Cousineau, Michelle Derosier) als Bester Spielfilm und „Fence (Palissade)“ (Kanada 2017, Regie: Alexis Fortier Gauthier) als Bester Kurzfilm ausgewählt. Bestes Musikvideo war „When the Storm Comes“ – 2018 von den Schüler*innen der Secwepemc of Skeetchestn Indian Band in British Columbia gedreht. Der Preis für den besten Dokumentarfilm wurde ausgesetzt, eine Erklärung folgt zu einem späteren Zeitpunkt.</p>
<p>Das facettenreiche Rahmenprogramm rundete die Filmpräsentationen ab: im Linden-Museum kamen die Zuschauer am 5. Februar in den Genuss einer Performance der Umatilla Jingle-Tänzerin Acosia Red Elk sowie der konzertanten Darbietung des Inuit Kehlkopfgesang-Duos PIQSIQ. An diesem Abend wurden sie Zeugen einer Weltpremiere des Zusammenspiels von Kehlkopfgesang und Jingle-Dance. Der Vortrag von Drew Hayden Taylor zum Thema &#8222;Contemporary Indigenous Storytelling&#8220;: Writing the Past, Living the Present and Preserving the Future&#8220; gab den Besuchern interessante Einblicke und brachte sie zum Nachdenken. Mit dem Lehrerworkshop wurde das diesjährige INDIANER INUIT: DAS NORDAMERIKA FILMFESTIVAL am 10. Februar beschlossen. Die Ausstellung der Fotografin Cara Romero im d.a.i. Tübingen wird noch bis Ende März Kunstliebhaber in ihren Bann ziehen.</p>
<p>INDIANER INUIT: DAS NORDAMERIKA FILMFESTIVAL ist einzigartig in Europa. Exklusiv in Stuttgart werden seit 2004 alle zwei Jahre Filme gezeigt, in denen Indianer und Inuit als Regisseure, Schauspieler und Drehbuchautoren ihre Kulturen und Lebenswirklichkeiten vorstellen. Ziel des Filmfestivals ist es, diese besonderen indigenen Filme einem breiten europäischen Publikum zugänglich zu machen. Besucherinnen und Besucher haben im Anschluss an die Filmvorführungen Gelegenheit zu Gesprächen und Diskussionen mit Drehbuchautoren, Regisseuren und Schauspielern.</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7813" src="https://www.nordamerika-filmfestival.com/wp-content/uploads/2020/03/IIFF-2020-Schulprogramm4.jpg" alt="Filmfestival 2020" width="1100" height="618" srcset="https://www.nordamerika-filmfestival.com/wp-content/uploads/2020/03/IIFF-2020-Schulprogramm4-200x112.jpg 200w, https://www.nordamerika-filmfestival.com/wp-content/uploads/2020/03/IIFF-2020-Schulprogramm4-300x169.jpg 300w, https://www.nordamerika-filmfestival.com/wp-content/uploads/2020/03/IIFF-2020-Schulprogramm4-400x225.jpg 400w, https://www.nordamerika-filmfestival.com/wp-content/uploads/2020/03/IIFF-2020-Schulprogramm4-600x337.jpg 600w, https://www.nordamerika-filmfestival.com/wp-content/uploads/2020/03/IIFF-2020-Schulprogramm4-768x431.jpg 768w, https://www.nordamerika-filmfestival.com/wp-content/uploads/2020/03/IIFF-2020-Schulprogramm4-800x449.jpg 800w, https://www.nordamerika-filmfestival.com/wp-content/uploads/2020/03/IIFF-2020-Schulprogramm4-1024x575.jpg 1024w, https://www.nordamerika-filmfestival.com/wp-content/uploads/2020/03/IIFF-2020-Schulprogramm4.jpg 1100w" sizes="(max-width: 1100px) 100vw, 1100px" /></p>
<h3>RESUME INDIANER INUIT: DAS NORDAMERIKA FILMFESTIVAL 2020</h3>
<p><strong>A record-breaking number of visitor’s at the eigth annual INDIANER INUIT: THE NORTH AMERICA FILM FESTIVAL</strong></p>
<p>With a number of more than 3,500 visitors, the INDIANER INUIT: THE NORTH AMERICA FILMFESTIVAL has set a new record this year. From February 6th until February 9th, a complex program consisting of 65 films was presented to the audience. It was a great pleasure and honor for the organizing team to greet Lucinda Spencer, wife of Michael Smith, former director and founder of the American Indian Film Institute and Festival San Francisco, as one of the guests and to hand her over her husband’s “Michael Smith Memorial Award”. Furthermore, well-known actress, producer and activist Tantoo Cardinal received the Lifetime Achievement Award for her work.</p>
<p>The following films received awards in their categories: The students of the Stuttgart Reisach-School chose “Pia and Piujuk” (Canada 2018, directed by Uyarak (Lucy) Tulugarjuk) for the UNICEF Children’s Film Award. „Angelique’s Isle“ (Canada 2018, directed by Marie-Hélène Cousineau and Michelle Derosier) received the award for the Best Feature Film and “Fence (Palissade)” (Canada 2017, directed by Alexis Fortier Gauthier) for the Best Short Film. The music video „When the Storm Comes“ – submitted by the Secwepemc students of Skeetchestn Indian Band in British Columbia – was selected as the best in its category. The award for the best documentary had to be cancelled; a statement will be published at a later date.</p>
<p>The events hosted by the film festival perfectly complemented the unforgettable film experience: On February 5th, the visitors enjoyed a performance of jingle dancer Acosia Red Elk from the Umatilla tribe and a concert of the Inuit throat-singing-duo PIQSIW at the Linden-Museum, Stuttgart. On that evening, they witnessed the world premiere of a combined performance of jingle dance and throat singing. Drew Hayden Taylor’s presentation on the topic of &#8222;Contemporary Indigenous Storytelling&#8220;: Writing the Past, Living the Present and Preserving the Future&#8220; gave them interesting insights and food for thought. The teacher’s workshop concluded this year’s film festival on February 10th. Art enthusiasts still have the chance to see Cara Romero’s photography exhibition at the d.a.i. Tübingen until the end of March.</p>
<p>INDIANER INUIT: The North America Film Festival is unique in Europe. Since 2004, movies, in which Native Americans and Inuit represent their cultures and realities of life as directors, actors and screen writers, have been exclusively shown in Stuttgart every two years. The goal of the film festival is to make these exceptional Indigenous movies accessible to a broad European audience. After the screenings, visitors have the opportunity to talk with the screen writers, directors and actors.</p>
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		<title>Cara Romero in der Mojave Wüste</title>
		<link>https://www.nordamerika-filmfestival.com/cara-romero-in-der-mojave-wueste.html</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[IINFF]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 Dec 2019 17:53:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.nordamerika-filmfestival.com/?p=7774</guid>

					<description><![CDATA[Eine kurze Doku über außergewöhnliche Künstler*innen – darunter auch Cara Romero, die im d.a.i. ihre Fotos ausstellt]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3>Cara Romero in der Mojave Wüste</h3>
<p>Der US-Sender PBS strahlte eine Doku über außergewöhnliche Künstler*innen aus. Darunter befand sich auch Cara Romero, die im d.a.i. ihre Fotos ausstellt. Das Video zeigt, wie sie mit den Kindern in der Mojave Desert arbeitet, die sich auch auf der Einladungskarte zur Ausstellung im d.a.i. befinden.</p>
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